Sponsoren

Kultursponsoring
Stein der Weisen in der unterfinanzierten Kulturlandschaft?

Beispiel Cappella Villa Duria:

Bei einem ausverkauften Saal denkt jeder: "Die Kosten für dieses Konzert sind ja gedeckt". Das jedoch täuscht. Selbst bei sparsamstem Umgang mit den vorhandenen Mitteln für Honorare und Werbung sowie einer Menge ehrenamtlicher Arbeit bleibt bei den meisten Konzerten eine Deckungslücke von ca. 50%. Diese Lücke ist allein aus dem öffentlichen Zuschuss der Stadt Düren nicht zu schließen. "Do, ut des" – ich gebe, damit Du gibst, so lautet das Prinzip des Sponsorings.

So soll die Unterstützung von Kulturveranstaltungen dem gebenden Unternehmen nicht nur Werbungserfolge bringen; wichtiger erscheint der positive Einfluss auf das Image des Unternehmens nach außen und innen: das öffentliche Ansehen steigt, ebenso die Werteinschätzung bei den eigenen Mitarbeitern, wenn "ihr" Unternehmen mit der Bereitstellung von Sponsorengeldern gesellschaftliche Verantwortung für das kulturelle und soziale Umfeld übernimmt.

Dies der Öffentlichkeit deutlich zu machen, zum einen mit einer guten künstlerischen Leistung, zum anderen durch Reden über eine gute Sache, ist wiederum Aufgabe des Unterstützungsempfängers! Das sollte nicht schwer fallen, bringen doch feste Sponsoringvereinbarungen Planungssicherheit – für den Arbeitskreis Kultursponsoring in der Deutschen Wirtschaft Grund genug, die Unternehmen zum längerfristigen Engagement aufzufordern.

Viele Unternehmen setzen auf diese „Unternehmenskultur“, so auch in Düren. Schauen wir über die Grenzen, so sehen wir, dass insbesondere in den angelsächsischen Ländern Sponsoring eine lange Tradition hat. Ist Sponsoring also auch für uns ein neuer Weg zur Kulturfinanzierung? Darauf kann nur mit einem klaren "ja" geantwortet werden.

Wir danken den Stadtwerken Düren GmbH für Unterstützung in der Spielzeit 2017/2018: